Einen ersten Eindruck über mein Arbeiten und Denken zum Thema Sucht bekommen Sie im folgenden Interview, erschienen in: Newsletter 1/2000, Landescaritasverband Bayern e.V.

"Sucht ist ein ungelöster Autonomiekonflikt"

Interview: Stefan Nitschke

 

Süchtiges Verhalten nimmt immer mehr zu. Leben wir in einer "süchtigen Gesellschaft"?

Neubeck-Fischer: Das hängt davon ab, wie man Sucht definiert. Ich bezeichne Sucht als Ausweichverhalten. Jedes Verhalten kann zum Ausweichverhalten werden und süchtige Züge annehmen. Wie intensiv das Ausweichverhalten ist, bestimmt den Grad der Sucht. Den Begriff süchtige Gesellschaft würde ich deshalb nicht nur an den stoffgebundenen Süchten festmachen, sondern an dieser psychischen Verhaltensstruktur. Die psychische Bereitschaft zum Ausweichverhalten hat m.E. zugenommen.

 

Hat sich auch die Wahrnehmung für süchtiges Verhalten geändert?

Wenn von Sucht geredet wurde, waren damit noch bis vor ca. 8 - 10 Jahren in aller Regel stoffabhängige Suchtvarianten gemeint - also Alkohol-/Drogen-/Medikamentensucht usw.. Vor allem bei der Untersuchung der Spielsucht hat man festgestellt, daß Häufigkeitsspieler in breitem Umfang diesselben Charakteristi­ka zeigen wie Alkohol- oder Drogensüchtige. Und es wurde die These aufgestellt, daß das Wesentliche an der Sucht die psychische - nicht wie bisher fast automatisch unterstellt - die physische Abhängigkeit ist. Damit war der Schritt zur Wahrneh­mung stoffunabhäniger Süchte getan. Bei diesen Suchtvarian­ten dominieren heute vor allem Eßstörungen, Spielsucht, Internetsucht. Die Wahrnehmung süchtigen Verhaltens hat sich also durchaus verändert.

 

Wo fördert die Kindheit süchtiges Verhalten?

Kinder suchen von Beginn an, herauszubekommen, wie die Welt funktioniert. Sie wollen sich das, was sie in ihrem Umfeld sehen zu eigen machen und "selbst können". Insofern sind sie den ganzen Tag mit "Lernen" - in erweitertem Sinn verstanden - beschäftigt. Wird diese Lern-Neugier der Kinder und ihr Experimentieren mit Verhaltensmustern von den Personen, mit denen sie leben, gut aufgegriffen und begleitet, entwickeln sie Selbstbewußtsein, Frustrationstoleranz und all die Eigenschaf­ten, die sie für ein selbstbestimmtes, alltagstüchtiges Erwachse­nenleben brauchen. Sie sind dann wenig suchtgefährdet. Das Einfallstor für süchtiges Verhalten ist regelmäßig eine starke Identitäts- und Selbstwertunsicherheit. Die wiederum entsteht unter Lebensbedingungen, in denen Angst, Gewalt und Drohungen die Überhand haben. Im Slogan der "Aktion Sorgenkind": "Mach Dein Kind stark, zu stark für Drogen!" kommt dieser Zusammenhang sehr gut zum Ausdruck.

 

Wie kann Prävention sinnvoll darauf reagieren?

Schon im Kindergarten sollten ErzieherInnen darauf achten, vor allem auch das soziale Lernen zu ermöglichen und zu stabili­sieren. Und in der Familienberatung müssen die Eltern entlastet und evtl. gestützt werden, damit sie mit ihren Kindern liebevoll und achtsam umgehen können.

 

Stichwort: Spielzeugfreier Kindergarten! Kindern das Spielzeug wegnehmen - wirklich ein Weg zu mehr Lebens­kompetenz?

Ja, das ist eine gute Idee. Hier geht es ja darum, daß die Eigenak­tivität der Kinder gefördert wird. Wenn Kinder immer mal wieder ganz ohne Spielzeug auskommen müssen, beziehen sie sich mehr aufeinander. Sie müssen lernen, Konflikte zu klären, ihre Interessen "sinnvoll" bei anderen durchzusetzen usw.. Ein solches Konzept verlangt aber auch den ErzieherInnen einiges an Kompetenzen ab.

 

Die Jugend scheint vielen die Initialzündung für süchtiges Verhalten zu liefern.

Die Zeit der Pubertät ist die Phase der Ablösung von den Eltern. Das ist oft nicht nur für die Kinder schwer, sondern auch für die Eltern. Ihre Partnerschaft muß neu organisiert werden, im Leben bisher Zu-Kurz-Gekommenes wird nun zum Problem. Die Jugendlichen spüren die Angst und Schwierigkei­ten ihrer Eltern und geraten in einen Zwiespalt: Sie wollen gehen und können es doch oft nicht, weil - so ihr unbestimmtes Gefühl - die Eltern ohne sie einsam und unglück­lich sind. Sucht kann in dieser Situation eine paradoxe Lösung sein: "Ich gehe!" ist die eine Botschaft - denn an einen Süchtigen kommen vor allem Eltern nicht mehr heran - aber - das ist die andere unbewußte Botschaft - "zugleich bleibe ich - nämlich als Euer Sorgenkind." "Seit ich süchtig bin" - sagte treffend eine junge Drogensüchtige in einem Interview - "haben meine Eltern zum erstenmal ein gemeinsames Thema". Ich sehe im süchtigen Verhalten Jugendlicher immer auch eine nicht gelingende Ablösung und eine steckengebliebene Oppostition und Unsicherheit.

 

Wie kann Prävention an Schulen stützend wirken?

Präventionsarbeit muß an der Stärkung des Selbstbewußtseins ansetzen. Das gilt auch für Schulen.

 

Das klingt schön, aber wie umsetzen?

Ich denke, daß dazu nicht unbedingt großartige Projekte nötig sind, wohl aber sollte sich die Struktur im Klassenzimmer und das Verständnis von Lernprozessen ändern. Mehr Teamarbeit, mehr Selbstorganisation für die Schüler und wo immer möglich, weg vom Frontalunterricht. Lehrer sollten sich vielfach als die "Moderatoren" in Gesprächsrunden verstehen und z.B. auch Unterrichtsmaterialien so weit wie möglich von den Schülern in Kleingruppen während des Unterrichts erarbeiten lassen. Im Plenum können dann die Kleingruppen - vertreten durch einen von ihnen bestimmten Sprecher - ihre Ergebnisse in der "Expertenrunde" vortragen und diskutieren lassen. Die unterschiedlichen Fähigkeiten der Schüler kommen so besser zum Tragen, soziale Kontaktfähigkeiten werden gefördert, es kann besser gelernt werden, wie man mit Frustration und Konflikten umgeht usw. Sucht, bei der es sich ja immer auch um eine Form von "Kontakt­störung" handelt, hat dann weniger Chancen.

 

Identitätssicherheit scheint Beginn und Ende der Sucht zu sein. Macht unser Alltag identitätsunsicherer?

Oh ja! Es fehlen ja zunehmend klare Orientierungen für die eigene Lebensplanung. Das beginnt schon mit der Frage: Wie soll ich Mann bzw. Frau sein? Vater und Mutter als Modelle reichen da schon lange nicht mehr aus. Bekomme ich einen Arbeitsplatz, werde ich diesen behalten? Werde ich in München bleiben können oder muß ich nach Hamburg oder sogar ins Ausland gehen? Verliere ich meine Freunde, wenn ich umziehen muß/will? Der Zwang, sein Leben ständig neu basteln zu müssen, die fehlende Planbarkeit des Alltags in längeren Zeithorizonten usw. - all das verunsichert sehr stark und weckt die Angst, zu den Verlierern des Modernisier­ungsprozesses zu gehören.

 

Die Schokoladenseiten der Individualisierung leuchten ein. Der paradoxe Zwang, dazu verdammt zu sein, individualistisch zu leben, scheint oft unterschätzt zu werden.

Stimmt. Die Verunsicherungen haben heute eine andere Qualität als noch vor etwa 20 Jahren. Die Frage: Lohnt es sich überhaupt noch, Bindungen einzugehen und was, wenn ich die wirtschaft­lichen Mittel oder die sozialen Fähigkeiten nicht gelernt habe, die gerade gefragt sind? Manchmal haben 24-jährige schon das Gefühl, für sie sei "der Zug schon abgefahren". In der Praxis habe ich es - auch unabhängig von Sucht - immer wieder mit Menschen zu tun, die an ihrer Einsamkeit und Partnerlosigkeit leiden und den Zwang spüren, sich ständig um Kontakte bemühen zu müssen, doch sich ihnen zugleich nicht gewachsen fühlen. Von allein jedoch ergibt sich fast gar nichts. Und je älter man wird, umso mehr wird diese Situation zum Angstfaktor.

 

Wenn uns Identitätsgewißheit nicht mehr frei Haus geliefert wird, wo variieren die Verunsicherungen und widersprüchli­chen Rollenerwartungen?

Frauen haben nach wie vor das Problem: Wie mache ich es mit dem Kinderkriegen? Ich will ja auch beruflich meinen Platz bekommen und nicht aussteigen oder nur zur beruflichen Reserve-Armee gehören. Für Frauen läuft in Sachen Partner­schaft und Kind die Uhr nun mal immer noch schneller. Schon mit 26 bekommen sie Angst, ob sie sich nicht jetzt vorrangig der Kinderplanung mit dazu gehörender Partnerschaft widmen sollen. Mitte 20 sind sie aber oft noch keineswegs mit Ausbil­dung/Studium fertig oder haben zumindest noch keinen "passenden job". Sie fühlen sich also unter dem belastenden Druck des "Entweder - Oder". Doch auch für Männer ist die Situation nicht problemlos. Ob sie einen job bekommen, mit dem sie eine Familie ernähren oder überhaupt den gewünschten Status sichern können, wird zunehmend unsicher. Ihre Identität als Mann bleibt davon nicht unberührt. Umso mehr, als sie sich mit neuen Erwartungen von Seiten der Frauen konfrontiert sehen - vor allem auch in Sachen Sexualität und Partnerschaftsalltag.

 

Sind Spielarten der Abhängigkeit wie Magersucht bei Frauen maskierte Gewißheitsstützen auf der Suche nach der eigenen Weiblichkeit?

Bei Angst und Unsicherheit setzt man mit "Verbesserungen" vor allem dort an, wo man dazu am schnellsten die Möglichkeit hat. Das ist für Frauen - natürlich gesteuert über Sozialisationspro­zesse und Medien - vorrangig der eigene Körper. "Wenn ich erstmal schön bin, ergibt sich das andere von alleine" - so das heimliche Patentrezept. Und: Wenn ich schon mein Leben nicht im Griff habe, dann doch meinen Körper bestimmt. Da merkt man auch gleich die Wirkung. Die Magersüchtige z.B. fühlt sich ja keineswegs krank oder gar süchtig. Vielmehr ist sie stolz auf ihre "Leistung", schlanker als andere zu sein.

 

Wie sieht es bei den Männern aus?

Eine Familie ernähren zu können, beruflich erfolgreich zu sein, Status zu bekommen usw. - wenn das nicht klappt, werden auch für sie Ersatzlösungen attraktiv. In Risikosportarten z.B. - hier dominieren eindeutig die Männer - kann "Mann" sich beweisen, wie potent er ist. Ein anderes Beispiel: Joggen. Auch hier dominieren eindeutig die Männer. Fast kann man sagen: Was für die Frauen die Eßstörung, ist für die Männer das Joggen. Beide Varianten können sich zur Sucht entwickeln, bei beiden geht esdarum Kontrolle über den Körper zu bekommen, es können sich - als Resultat der Suche nach Selbstbestätigung - suchtartig entgleiste Formen der Körperdisziplinierung entwickeln. Bei Männern spielt auch noch - jenseits der traditionellen Süchte wie Alkoholismus usw. - die Spielsucht eine Rolle. An Spielautoma­ten kann man Ersatz-Karriere machen: "Mann" sieht jeden Tag und bei jedem Spiel, wieviel Punkte er seinen Konkurrenten über- bzw. unterlegen ist.

 

In Diskussionen tauchen oft Verführungsthesen auf: z.B. Schlankheitsideale führen zu Annorexie, Bierwerbung zu Alkoholismus, etc.. Setzt Verführung nicht die Bereitschaft zur Verführung voraus?

Niemand kommt allein deshalb zur Sucht, weil er "verführt" wurde. Erst auf der Basis lebensgeschichtlich mitgebrachter Identitätsunsicherheiten und Ängste kann Verführung – z.B. in der Clique – eine Gefahr werden und erfolgreich sein. So haben schon ca. 90 Prozent aller Frauen Diäten gemacht, aber "nur" ca. 30 Prozent entwickeln eine Eßstörung. Oder: Ein großer Teil der Jugendli­chen hat schon einmal Haschisch geraucht, jedoch nur ein Bruchteil davon entwickelt Suchtverhalten. Im übrigen: Wie im Elternhaus mit Problemen umgegangen wird und welche Lösungen für Frust das Kind täglich sieht, ist wesentlicher für "Sucht-Verführung" als Cliquen. Wenn die Mutter laufend zu Medikamenten greift oder der Vater abends seinen Partner­schafts-bzw. Berufsstreß mit Alkohol wegtrinkt, dann lernt das Kind: "Aha - so macht man das"! Der Schritt zum Griff nach illegalen Drogen ist dann zumindest nicht mehr aus der Welt.

 

Werbung und Medien inszenieren Identität als Fetisch. Deswegen müssen sie oft als Sündenbock herhalten. Vielleicht brauchen wir einen mentalen Schutzpark, in dem sich verklärte Bilder von Weiblichkeit oder Männlichkeit vom Alltag abheben?

Die Verteufelung der Medien greift meines Erachtens zu kurz. Medien haben eher eine Dolmetscher- öder Verstärkungsfunk­tion als daß sie ursächlich zentral sind. Jede Gesellschaft hat die Medien, die sie verdient, bzw. die zu ihr passen. Schauen wir uns also zunächst die Gesellschaft bzw. die Wechselwirkung zwischen Medien und Gesellschaft an. Der ganz normale private und berufliche Alltag fordert heute wie gesagt ein erhebliches Maß an Angst- und Streßbewältigung, an Disziplinierung und Leistung. Zugleich verringern sich die Möglichkeiten der kleinen sozialen Entspannung zwischendurch. Nachbarschafts- und Freund­schaftskontakte z.B. müssen - soweit überhaupt vorhanden - geplant werden und dafür ist keine Zeit usw. Der Zwang zum Erfolgreich-Sein, zu Coolness usw. wird in Beruf und Schule jeden Tag verlangt. Die Medien spiegeln das nur und bieten ihre Art von Konsum-Entspannung an - übrigens wirtschaftlich gesteuert und gewollt. So versehen Medien vorhandene Werte mit Bildern, sie geben Tips, verbalisieren Gefühle, kanalisieren Ängste, geben Versprechungen, wecken Hoffnungen usw., aber sie sind nicht die zentrale Ursache aller Probleme, sondern "schwimmen nur mit". Manchmal versuchen es Medien sogar mit alternativen Werten und Modellen. Sie zeigen, daß man/frau auch mit 50 Jahren noch lebendig und motiviert ist oder daß auch jemand mit einem Gewicht von zwei Zentnern noch liebenswert und ein angenehmer Partner sein kann. Die Wirklichkeit aber gibt solchen Modellen wenig Chancen. Eine 40-jährige, 80-Kilo-Frau z.B. hat auf dem Stellenmarkt für Sekretärinnen weit weniger Chancen, als eine 28-jährige 52-Kilo-Frau. Hier spielen noch ganz andere Faktoren eine Rolle, als Fernseh-Serien und die Macht einer Zeitschrift oder Boutique nach dem Motto "dick ist chic". Solche Medien­ oder Werbungsmodelle erwecken eher ein mitleidig-ironisches Lächeln, als daß ihnen - unter den gegeben wirtschaftlichen Strukturen - große Bedeutung zukommt.

 

Viele Therapieformen greifen die Selbstdiziplinierung des Alltags auf und schreiben sich Disziplintraining auf ihre Fahnen. Allen voran die Verhaltenstherapie.

Mit reinem Verhaltenstraining kommt man Suchtverhalten nicht bei. Nehmen wir zum Beispiel Eßstörungen: Natürlich kann man verhaltenstherapeutische Regeln empfehlen wie: Mehrere kleine Mahlzeiten einnehmen, damit der Hunger nicht zu groß wird . Es geht aber bei Eßstörungen nicht umHunger, das Hungergefühl steuert hier praktisch nicht das Verhalten. Solche Regeln wirken - wenn überhaupt - höchstens wenige Tage. Mit ihnen entkommt man jedoch nicht an die Verzeiflung, die Einsam­keit, die mitgebrachte Psychosomatik der Betroffenen heran. Bei der Eßstörung geht es um das "richtige Leben", nicht allein um das "richtige Essen". Gelingt es, für die zugrundeliegende zerstörerische Psychodynamik einen Ausweg zu finden, normalisiert sich das Eßverhalten gleichsam von allein.

 

Die systemische Therapie brachte hier - zum Glück - viel frischen Wind herein.

Aus meiner Sicht ist das systemische Problemverständnis und der entsprechende Therapie-Ansatz von zentraler bedeutung für den Umgang mit Sucht, weil hier soziale Interaktionspro­zesse - in Familien, Teams, Schulen usw. - zum Ausagangs­punkt für Erklärungen und Interventionen gemacht werden. Sucht entwickelt sich ja nicht im luftleeren Raum, sondern ist eine der möglichen Reaktiones- und Verarbeitungsformen von sozialen Erfahrungen. Nicht nur der Süchtige ist am Suchtprozeß beteiligt, sondern auch sein soziales Umfeld. Personen, die er liebt, mit denen er lebt, arbeitet usw.. Dement­sprechend müssen in sozialen Systemem neue Interaktions­- und Kommunikationsmöglichkeiten entwickelt werden, um das schädliche Muster der Sucht chancenlos zu machen. Im systemischen Ansatz sehe ich hier gute Möglichkeiten.

 

Von Identitätsunsicherheit bleibt vermutlich niemand verschont, auch nicht die Profis im psychosozialen Gewerbe. Zugleich fungieren wir nach außen - oft als sicher auftreten­de Berater, Therapeuten und "Haltspender". Sind wir nicht in einer schwammigen und riskanten Position?

Professionelle Arbeit im Suchtbereich ist - egal in welcher Form - hochbelastend. In wenigen anderen Beufsfeldern werden Hauptamtliche so sehr mit eigenen Überforderungen, Grenzen, Ängsten und Blockaden konfrontiert wie hier. Kommen zu diesen ständigen psychosozialen Herausforderun­gen noch die üblichen Belastungen hinzu - Trennung vom Partner, Krankheit von Angehörigen, Geldprobleme usw. - dann kann eine bisher scheinbar belastungssichere Identität in die Krise geraten. Gezeigt werden darf dies aber möglichst nicht. Schließlich soll niemand die Fähigkeit zur Beziehungsar­beit mit süchtigem Klientel in Frage stellen können. Riskant - oder besser gesagt - immer wieder überfordernd ist also die Position der hauptamtlich im Suchtbereich Tätigen durchaus. Der beste Schutz ist hier m.E. Ehrlichkeit und Authentizität im kollegialen Umgang und eine regelmäßige qualifizierte Supersision.

​© 2014 by Gela Neubeck-Fischer. 

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